AUSSTELLUNG

„Zeit, Freiheit und Kontrolle. Johannes Bürk und die Folgen"

für das Uhrenindustriemuseum

in Villingen-Schwenningen

Eröffnung 10.05.2019

Eine Zusammenarbeit mit Melanie Glöckler

 

Eine Ausstellung über die Beschleunigung der Zeit, die Flexibilisierung der Arbeitszeit und der damit zusammenhängenden Menge gesammelter Daten.

EIN IRONISCHER FAKT:

Wir haben den Ausstellungsaufbau in nur 90 Arbeitstagen geplant, umgesetzt oder auch "aus dem Boden" gestampft.

DAS PROBLEM:

Wir hatten diese Maschine noch nicht:

ZeitSPARmaschine_Perspektive1.jpg

Die ZeitSPARmaschine

Doch es gibt ein Ergebnis das sich sehen lässt:

Startpunkt: Starte deine Stoppuhr!

Während wir uns heutzutage im ständigen Zeitdruck befinden, soll auch der Besucher die tickende Uhr im Nacken haben, und die Zeit die er tatsächlich in der Ausstellung verbracht hat, später auch "gespeichert" haben.

Als Auftakt wird Johannes Bürk als Person und die daraus resultierenden Entwicklungen in der Stadt vorgestellt.

Zentrales Thema ist die Zeit, Arbeitszeitmessung, Beschleunigung, die damit zusammenhängenden Datensammlung und die gesellschaftlichen Folgen.

Über verschiedene Meilensteine der Zeitmessgeräte wird auf einem Beschleunigungsstreifen die wachsende Flexibilität von Arbeitszeit, die wachsende Geschwindigkeit sowie wachsende Datenmengen veranschaulicht.

Auf der gegenüberliegende Seite sind auf einer wilden Wand die gesellschaftlichen Folgen zu sehen.

Als Endpunkt der Beschleunigung der absolute Stillstand?

Der Beschleunigungsstreifen läuft in die Luft und wird gebremst.

Er steht still!

Ein Objekt aus dem Jahr 2025:

Die ZeitSPARmaschine

Eine Maschine in der man ohne sich örtlich zu bewegen alles gleichzeitig bewältigen kann, somit ganz viel Zeit spart, die man dann natürlich wiederum in der Maschine verbringen kann.

Das Ende - eine Kehrtwende: Wer vor dem weißen Gedankenraum steht hat die Entscheidung. Entweder er nutzt den ZEITSPARWEG und dreht direkt um, oder er nimmt sich die Zeit für die BESCHLEUNIGUNGSBEGRENZTE ZONE und befasst sich mit Objekten der Städtischen Galerie die sich mit Entschleunigung auseinander setzen.

8_ZeitSPARmaschine_a.jpg

photos: Unger

CORPORATE FURNITURE

„Wartemöbel als Inszenierung einer Baustelle“

für den Neubau des Bauunternehmens

Manfred Löffler in Hohentengen

Eröffnung 20.07.2018

Im Foyer des Neubaus der Baufirma Löffler in Hohentengen befindet sich nun ebenfalls eine sehr ästhetische Baustelle.

Für diese wurden Gestaltungselemente und Objekte der alltäglichen Baustellen und dem Corporate Design der Firma in dreidimensionale Objekte übersetzt.

Das Krangewicht in Form eines Betonsockels, ein Polsterelement zum Sitzen,

die Baggerschaufel als Beistelltisch, ein drehbares Wegführungsschild in den Farben des CIs, Baustellenschild, Begrünung und als zentraler Eyecatcher ein über 4 Meter hoher orangener Kran als Leuchtenhalter.

photos: Unger, Ebener

AUSSTELLUNG

„Ich.Fahr.Rad“

Verkehrsmuseum in Dresden

30 September 2017 bis 18 März 2018

Eine Zusammenarbeit mit Oliver Reinecke und Matthias Zänsler

Inhalt der Ausstellung ist es die persönlichen Geschichten unterschiedlichster Personen im Zusammenhang mit ihren Fahrrädern zu erzählen. Dazu befinden sich diese Personen in Form von Video-Interviews gemeinsam mit ihrem Rad in überdimensionalen Popup-Karten, die kulissenhaft eine Szene der persönlichen "Radwelt" wiedergeben.

 

Ein Buch erzählt immer eine Geschichte bzw. lässt einen in eine bestimmte Welt eintauchen. In diesem Fall wird mit der Klappkarte immer die Welt bzw. eine Szene aus dem Leben des jeweiligen Radfahrers aufgeklappt, er befindet sich darin mit seinem Rad und erzählt wiederum Geschichten die ihn mit diesem verbinden und was das Rad für ihn persönlich bedeuted.

 

Die Postkarten an der Wand sind Andenken aus der Zeitgeschichte, dh. einzelne Fahrräder aus 200 Jahre Fahrradgeschichte ins „Hier und jetzt“ gesendet.

Zuletzt eine nicht ganz vollständige Karte aus dem aktuellen Jahr 2017 – einem Jahr in dem es die unterschiedlichsten Radtypen gibt, wie es auch in der Ausstellung zu sehen ist.

Und zugleich eine persönliche Aufforderung an den Besucher SEIN persönliches Rad zu modifizieren.

 

„Radfahren erleben“ kann man vor Ort an allen grün markierten Mitmachstationen. Sei es eine Fahrt mit einem der 6 Testräder auf dem Parcours, das Nachempfinden der Fahrt eines Rennfahrers im Radkino oder das Erproben der eigenen Fitness am Ergometer.

- Die BesucherInnen haben die Chance am Fahrrad Kilometer zu lassen -

Die große Herausforderung ist es, gemeinsam eine Deutschlandumrundung zu schaffen.

2. PLATZ

WETTBEWERB „WALK OF TRIATHLON“

Inszenierung eines Rundwegs zum Thema Triathlon

für die Stadt Roth

2. Platz

Wettbewerb "Walk of Triathlon"

Wettbewerb Oktober 2016

Eine Inszenierung von WEG und ZEIT

Die Inszenierung zum Walk of Triathlon besteht aus mehreren Grundelementen. Zum einen sollen die bisherigen Gewinner im Innenstadtbereich präsentiert werden. Dies erfolgt durch übergroße Medaillen mit Abbildungen der Gewinner, deren Name und Siegerzeit. Als Rundwegmarkierung tauchen an markanten Stellen immer wieder Silhouetten von Sportlern in den Sportarten des Triathlons auf. Diese weisen zum einen den Weg und zeigen zum anderen auch kleine Szenen die sich in der Stadt während der Zeit des Triathlons abspielen.

Als drittes Element werden Orte inszeniert die eine besondere Bedeutung für den Triathlon und/ oder die Stadt Roth haben. Hier tritt man in einen Stahlkubus ein der einem die jeweilige Perspektive zu einem anderen Zeitpunkt als Fotografie darstellt. Als Anlehung an die Zeitmessung wird Digitalschrift verwendet. Als Material für die Baukörper dient Corteenstahl welcher sich mit seiner rötlichen Farbe gut in das historische Stadtbild von Roth eingliedert.

AUSSTELLUNG

„Migration. (Aus-)Wanderung, Flucht und Vertreibung“

Verkehrsmuseum in Dresden

15 Juni 2016 bis Anfang 2017

Eine Zusammenarbeit mit Stephan Schulz und Matthias Zänsler

Zum Eintritt in die Ausstellung überquert man eine wackelige Gangway – ein Symbol für das Reisen oder auch ein Symbol für Ungewissheit.

Dahinter:

Ein großer schwarzer Raum in dem ein Kumpf  inszeniert und präsentiert wird. Doch was hat dieser mit Migration zu tun?

Gehen wir ganz weit zurück so ist der Kumpf einer der ersten Gegenstände der durch Migration zu uns gekommen ist.

Hinter dem schwarzen Baukörper offnet sich der Raum und man entdeckt Ansammlungen und Formationen von Holzboxen, ein Symbol für hölzernen Transportboxen. Jede Holzbox bzw. jede Gruppe von Boxen erzählt eine persönliche Migrationsgeschichte aus einer unterschiedlichen Epoche.

Die persönlichen Geschichten werden über Text und Interviews erzählt, blickt man durch eine Box hinaus, so erkennt man ein Verkehrsmittel. Dies verdeutlicht dass Migration natürlich viel mit den jeweiligen vorhandenen Verkehrsmitteln zu tun hat, denn deren Entwicklung beeinflusst wiederum die Reisemöglichkeiten. So steigert die Entwicklung von Schiffskonstruktionen natürlich die Migrationszahlen und zu DDR-Zeiten werden gar ein selbstgebauter Heißluftballon und ein selbstgebautes Flugzeug zum Fluchtverkehrsmittel.

Ein besonderes Exponat ist ebenfalls ein originales Schlauchboot wie es für aktuelle Fluchtwege genutzt wird, darum angeordnet persönliche Geschichten aktueller Migranten.

Mit der Ausstellung soll gezeigt werden dass hinter den Migrationszahlen auch Menschen stecken, und dass Migration eine schon immer da gewesene Populationsentwicklung ist.

Am Ende der Ausstellung findet man eine Wand mit den unterschiedlichsten Gegenständen - "Die Migration der Dinge"

Hier erfährt man dass viele unserer alltäglichen und manchmal auch als typisch deutsch angesehenen Gegenstände ebenfalls eine Errungenschaft von Migration ist.

photo: Tanja Unger

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